20 Jahre Erfahrung
mit Histamin im Wein
Pionierarbeit aus Leidenschaft
Unsere Geschichte mit Histamin
Von unseren Kunden bereits im Jahr 1999 auf das Thema aufmerksam gemacht, begannen wir früh, uns mit Histamin im Wein auseinanderzusetzen. Was als Neugier und Kundenorientierung begann, weitete sich ab 2005 zu einer intensiven Forschung aus. Wir widmen uns diesem Bereich heute vermutlich länger und detaillierter als jedes andere Weingut weltweit.
Disclaimer
TRANSPARENTE ANALYTIK – 20 JAHRE ERFAHRUNG MIT HISTAMIN IM WEIN
Diese Dokumentation dient ausschließlich der internen Qualitätskontrolle unserer Kellerarbeit und stellt keine Produktauslobung, keine Garantie und keine gesundheitsbezogene Angabe dar.
Die nachfolgenden Informationen richten sich an fachlich interessierte Personen und dienen der Transparenz unserer Arbeitsweise.
WICHTIGE HINWEISE VORAB:
- KEINE GARANTIE
Die hier beschriebenen Analysewerte sind chargenspezifisch, methodenabhängig und stellen keine verbindliche Produkteigenschaft dar. Wir übernehmen keine Garantie für bestimmte Histaminwerte. - METHODENABHÄNGIGKEIT
Histaminwerte können je nach Analysemethode (z.B. HPLC, ELISA), Labor und Messzeitpunkt erheblich variieren. Unterschiedliche Labore können bei derselben Probe zu stark unterschiedlichen Ergebnissen kommen. - NATÜRLICHE VARIABILITÄT
Die von uns dokumentierten Werte sind Momentaufnahmen und keine dauerhaften Produkteigenschaften. - KEINE MEDIZINISCHE BERATUNG
Bei Histaminintoleranz oder gesundheitlichen Fragen konsultieren Sie bitte einen Arzt. Wir geben keine medizinischen Empfehlungen.
WARUM WIR ELISA-ANALYTIK EINSETZEN
- Nach 20 Jahren intensiver Beschäftigung mit Histamin im Wein und zahlreichen Vergleichsuntersuchungen haben wir uns bewusst für ein antikörperbasiertes ELISA-Verfahren zur Dokumentation entschieden.
Unsere Erfahrungen mit verschiedenen Analysemethoden:
ELISA-Methode (Labor Seibel): Hohe Reproduzierbarkeit in der Praxis
HPLC-Methode (verschiedene Labore): Unterschiede von mehreren 100% zwischen verschiedenen Laboren
Auch bei Kollegen beobachtet: hohe Laborvariabilität.
Diese Beobachtungen decken sich mit unserer langjährigen Erfahrung und zahlreichen Vergleichsuntersuchungen. - FEHLENDE AKKREDITIERUNG BEI HISTAMINANALYTIK
Ein wesentlicher Punkt, der in der Diskussion oft übersehen wird:
Viele Labore, die Histaminanalysen in Wein durchführen, sind für diesen spezifischen Parameter NICHT akkreditiert. - SPEZIFISCHE MESSMETHODE
Das ELISA-Verfahren erfasst gezielt das Histamin-Molekül mittels spezifischer Antikörper und minimiert Einflüsse anderer Wein-Inhaltsstoffe.
WICHTIG: Methodenvergleich und Variabilität
Verschiedene Analysemethoden (HPLC, ELISA) und verschiedene Labore können bei derselben Probe zu stark unterschiedlichen Ergebnissen führen. Dies ist in der Praxis dokumentiert und entspricht unserer Erfahrung.
Unsere ELISA-Werte sind daher ausschließlich im Kontext der verwendeten Methode und des beauftragten Labors zu interpretieren und nicht mit Werten anderer Methoden oder Labore direkt vergleichbar.
HISTAMINWERTE IN DER FLASCHE – UNSERE BEOBACHTUNGEN
Auf Basis unserer langjährigen Erfahrung und Messreihen:
- STERILE ABFÜLLUNG
Wir füllen steril ab. Dadurch können sich nach der Abfüllung keine zusätzlichen Histamin-bildenden Mikroorganismen entwickeln. - HISTAMINWERTE NACH DER ABFÜLLUNG
In unseren Messreihen haben wir beobachtet, dass sich Histaminwerte in der verschlossenen Flasche tendenziell eher verringern als erhöhen. Mögliche Erklärung: Glas kann Histamin absorbieren.
WICHTIG: Diese Beobachtungen basieren auf unseren eigenen Messreihen und unserer Arbeitsweise (sterile Abfüllung). Sie sind nicht verallgemeinerbar und stellen keine Garantie dar.
UNSERE INTERNE DOKUMENTATION
Jede Charge wird von uns intern mittels ELISA-Verfahren (Labor Seibel) analysiert. Die Ergebnisse dienen ausschließlich der Nachvollziehbarkeit und Optimierung unserer Kellerarbeit.
Diese Werte werden NICHT veröffentlicht und stellen KEINE Produktgarantie dar.
Warum wir keine konkreten Werte veröffentlichen:
- Methodenabhängigkeit: Andere Labore/Methoden können zu stark abweichenden Ergebnissen kommen (teilweise mehrere 100 % Unterschied).
- Fehlende Akkreditierung: Viele Labore sind für Histamin in Wein nicht akkreditiert, was die Vergleichbarkeit erschwert.
- Keine Garantie: Wir möchten keine Erwartungen wecken, die wir aufgrund der Laborvariabilität nicht garantieren können.
CHARGENSPEZIFISCHE AUSKUNFT AUF ANFRAGE
Für spezifische Chargen können wir auf Anfrage den von uns dokumentierten ELISA-Wert (Labor Seibel) mitteilen.
Bitte beachten Sie:
- Der Wert gilt nur für die spezifische Charge und den Messzeitpunkt der Analyse.
- Der Wert wurde mit ELISA-Methode (Labor Seibel) bestimmt und ist nicht direkt mit HPLC-Werten oder Werten anderer Labore vergleichbar.
- Andere Labore können zu stark abweichenden Ergebnissen kommen (in unserer Erfahrung teilweise mehrere 100% Unterschied).
- Der Wert stellt keine Garantie dar. Wir übernehmen keine Haftung für abweichende Analyseergebnisse anderer Labore oder Methoden.
- Der Wert ist keine gesundheitsbezogene Angabe und keine medizinische Empfehlung.
Wir übernehmen keine Haftung für abweichende Analyseergebnisse anderer Labore oder Methoden. Die Erfahrung zeigt, dass verschiedene Labore bei derselben Probe zu stark unterschiedlichen Ergebnissen kommen können.
HINTERGRUND: WARUM UNS HISTAMIN-ANALYTIK WICHTIG IST
Seit 2005 beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema Histamin in Wein. Diese lange und detaillierte Auseinandersetzung hat uns zu Experten auf diesem Gebiet gemacht.
Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, unsere Kellerarbeit systematisch zu dokumentieren und kontinuierlich zu optimieren.
Unsere 20-jährige Erfahrung zeigt: Reproduzierbare Analytik ist die Grundlage für reproduzierbare Kellerarbeit.
„Als Vorreiter lassen wir bereits seit 2009 jeden unserer Weine auf Histamin analysieren – vom spritzigen Grünen Veltliner bis zum anspruchsvollen, holzfassgereiften Rotwein.“
Winzer Rainer Allacher
Getrieben von diesem Pioniergeist haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Entstehung von Histamin in unseren Weinen zu unterbinden.
Da zu diesem Zeitpunkt noch keine fundierten Studien oder wissenschaftlichen Untersuchungen zur Histaminproblematik im Wein existierten, leisteten wir echte Pionierarbeit. Jahrelange Versuche, eigene Messreihen und der enge Austausch mit Experten auf dem Gebiet der Histaminintoleranz haben es uns ermöglicht, heute Weine anzubieten, die durch höchste Qualität und vollen Geschmack überzeugen. Wir haben einen Weg gefunden, bei dem der natürliche Aromenvielfalt und Charakteristik unserer Weine voll erhalten bleiben – für einen Genuss, der in jeder Hinsicht begeistert.
Erster Erfolg und transparente Analytik:
Im Jahr 2007 war es so weit: Wir konnten die ersten Rotweine mit einem Histaminrestwert von unter 0,1 mg/l keltern. Dieser Zielwert war für uns damals entscheidend, da die gängige HPLC-Analysemethode Histamin erst ab einer Konzentration von 0,1 mg/l nachweisen konnte. Aufgrund dieser Nachweisgrenze war es uns seinerzeit erlaubt, diese Weine als ‚histaminfrei‘ zu deklarieren. Heute ist diese Bezeichnung nach EU-Recht nicht mehr zulässig.
Seit 2017 arbeiten wir mit dem renommierten, akkreditierten Labor Seibel zusammen und setzen bei unseren Histaminanalysen auf die ELISA-Methode. Wir haben uns für ein Labor entschieden, das langjährige Erfahrung mit Histamin-Analytik in Wein hat und dessen Ergebnisse in unserer Praxis die höchste Reproduzierbarkeit zeigen.
„Es geht nicht darum, den Histamingehalt im Wein nachträglich zu reduzieren, sondern die Entstehung von Histamin so gut wie möglich zu verhindern. Es ist sozusagen ein Prozess von der Traube bis in die Flasche.“
Winzer Rainer Allacher
Für unsere regelmäßigen Versuche zur Optimierung der Histaminwerte benötigen wir eine Methode mit hoher Auflösung:
- Klassische HPLC-Verfahren:
Praktische Auflösung häufig in 0,1 mg/l-Schritten (z.B. 0,1 / 0,2 / 0,3 mg/l) - ELISA-Verfahren:
Höhere Auflösung (z.B. 0,047 / 0,078 / 0,097 mg/l)
Das eingesetzte ELISA-Verfahren ermöglicht Messungen über einen weiten Konzentrationsbereich mit einer technischen Nachweisgrenze bis zu 0,00015 mg/l.
Reproduzierbarkeit in der Praxis ELISA-Methode (Labor Seibel):
- Bei 3 Proben derselben Charge: nahezu identische Messwerte
- Beispiel: 0,047 / 0,052 / 0,048 mg/l
- Hohe Reproduzierbarkeit in der Praxis
Diese höhere Auflösung hilft uns, kleinere Unterschiede zwischen verschiedenen Kellerarbeits-Varianten zu erkennen und unsere Arbeitsweise zu optimieren.
Für spezifische Chargen können wir auf Anfrage den von uns dokumentierten ELISA-Wert (Labor Seibel) mitteilen. Die Anfrage zu den einzelnen Weinen finden Sie im Onlineshop.
Finden Sie Ihren persönlichen Lieblingswein:
Da die geschmackliche Wahrnehmung und das persönliche Empfinden bei jedem Weingenuss unterschiedlich ausfallen, laden wir Sie ein, sich selbst ein Bild von unseren histamingeprüften Weinen zu machen.
Besuchen Sie unseren Online-Shop, um mehr über unsere Weine zu erfahren. Dort finden Sie auch spezielle Probierpakete, welche sich nach Ihren Vorlieben richten.
Wie ist es möglich, die Entstehung von Histamin im Wein zu verhindern?
- Rasche Verarbeitung der Trauben
- Extrem sauberes und hygienisches Arbeiten
- Der biologische Säureabbau kann den Histamingehalt beeinflussen; darum verwenden wir spezielle Bakterien, welche die Entstehung von Histamin unterbinden.
- Auch die alkoholische Gärung hat Einfluss auf die Histaminentstehung, daher arbeiten wir ausschließlich mit Reinzuchthefen.
- Der Histamingehalt ist zudem von der Sorte abhängig.
- Holzfässer können den Histamingehalt stark beeinflussen.
Was ist Histamin?
Histamin zählt zu den biogenen Aminen und ist ein körpereigener Botenstoff. Es kommt in vielen Lebensmitteln, wie zB. gereiftem Käse, Tomaten oder Sauerkraut vor. Histamin kann zu allergischen Reaktionen wie Entzündungen, Übelkeit oder Juckreiz führen. Kurz gesagt: Es ist ein wichtiger Signalstoff, der im Übermaß zu Beschwerden führen kann.
Wichtig beim Probieren ist, dass Sie vor dem Weingenuss eine Diät von mind. 8 Stunden halten oder nur histaminarme Nahrung zu sich nehmen. Somit stellen Sie sicher, dass die Nahrung nicht auf den Alkohol reagiert.
Rechtlicher Hinweis:
Es gibt in Österreich keine gesetzlichen Grenzwerte für Histamin in Wein. Die hier beschriebene Analytik dient ausschließlich unserer internen Qualitätskontrolle und stellt keine verbindliche Produkteigenschaft dar.
*Laut EU-Verordnung darf ab dem 01.01.2015 bei Wein die Bezeichnung „histaminarmer Wein bzw. histaminfreier Wein“ nicht mehr verwendet werden.