Schwefelarmer Wein?

Für uns ein weiterer wichtiger Schritt

Auf den Punkt gebracht!

Als „sulfitreduziert“ oder „schwefelreduziert“ bezeichnen wir Weine, die rund die Hälfte des gesetzlich erlaubten Höchstwertes an Sulfit enthalten.

Unsere Philosophie dabei:
So viel wie nötig – so wenig wie möglich.

Beispiele aus unserem aktuellen Sortiment:

erlaubt konventionell Allacher Weine
Grüner Veltliner 2020 200 mg/l 91 mg/l
Rosé St. Laurent 2020 250 mg/l 103 mg/l
Zweigelt Klassik 2019 150 mg/l 42 mg/l

* Werte können je nach Jahrgang variieren

„Weine mit weniger Sulfit sind für uns die logische Weiterentwicklung auf unserer Suche nach dem Optimum an Qualität und Genuss.“

Allgemeines zu Sulfit

Sulfit – umgangssprachlich auch Schwefel genannt – spielt in der Weinbereitung eine wichtige Rolle. Es trägt wesentlich zur Stabilität, Haltbarkeit und Lagerfähigkeit des Weines bei.

Schwefel ist eines der ältesten und wirksamsten Konservierungsmittel im Weinbau und hat bis heute seine Berechtigung. Ganz ohne Sulfit kommt Wein daher kaum aus.

Gleichzeitig wächst bei vielen Weinliebhabern der Wunsch nach Weinen mit möglichst geringem Sulfitgehalt. Deshalb beschäftigen wir uns schon seit vielen Jahren intensiv mit der Frage, wie sich Weine mit weniger Schwefel herstellen lassen, ohne Kompromisse bei Qualität und Stil einzugehen.

Wichtig zu wissen: Völlig sulfitfreien Wein gibt es nicht, da Sulfit bereits natürlich während der alkoholischen Gärung entsteht. Man kann lediglich auf einen zusätzlichen Schwefeleinsatz verzichten.

Verkostung & Resümee

Im Jahr 2012 haben wir eine große Auswahl an Weinen ohne zugesetzten Schwefel verkostet. Die Weine stammten aus Österreich, Deutschland, Italien sowie aus Übersee.

Das Ergebnis dieser Verkostung war für uns ernüchternd:
Nur wenige der Weine konnten uns qualitativ überzeugen, viele entsprachen nicht unserem Anspruch an Stil, Balance und Trinkfreude.

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, nicht den Weg komplett schwefelfreier Weine zu gehen, sondern unseren Fokus auf hochwertige Weine mit deutlich reduziertem Sulfiteinsatz zu legen.

Weniger Schwefel – bewusst eingesetzt

Als Bioweingut arbeiten wir ohnehin mit strengeren gesetzlichen Höchstwerten für Sulfit als konventionelle Betriebe. Schon immer war unser Einsatz von Schwefel daher besonders sorgfältig und bewusst.

Diese Erfahrung nutzen wir, um unsere Weine mit möglichst wenig Schwefel, aber maximaler Qualität auszubauen.

Unser wichtigstes Prinzip dabei:
Die Qualität und der Charakter des Weines stehen immer an erster Stelle.

Wie funktioniert das?

Wie viel Sulfit ein Wein tatsächlich benötigt, hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem von:

  • der Rebsorte
  • der Reife und Qualität des Traubenmaterials
  • der Kellerhygiene
  • dem Sauerstoffkontakt während der Verarbeitung
  • dem Gehalt an Phenolen und Gerbstoffen
  • sowie der Art der Kellerarbeit (z. B. Bewegung oder Pumpen des Weines)


Über viele Jahre hinweg haben wir unsere Arbeitsweise im Weingarten und im Keller konsequent weiterentwickelt und optimiert, um den Schwefeleinsatz möglichst gering zu halten.

Heute wird ein Großteil unserer Weine sulfitreduziert ausgebaut – mit dem Ziel, authentische, stabile und charaktervolle Weine zu erzeugen.

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